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Der Jahresbericht ist das „Kernstück“ jeder Mitgliederversammlung. Und dabei der Kieler Tafel Teamarbeit groß geschrieben wird, berichtete am 20. Mai jedes Vorstands- und Beiratsmitglied aus seinem eigenen Arbeitsbereich.
Im Folgenden gibt es eine kompakte Zusammenstellung. Personal: Etwa 180 Ehrenamtliche halten unseren Betrieb am Laufen, allein im Depot sind 33 Helfer mit dem Sortieren und Kommissionieren beschäftigt, 8 Mitarbeiter der Stadtmission gehen ihnen bei Reinigungsarbeiten und beim Be- und Entladen zur Hand. Im Laden arbeiten etwa 8 Helfer pro Schicht, in den Ausgabestellen jeweils mehr. Das Büro ist (wieder) von Montag bis Sonnabend besetzt. Das Interesse, bei uns ehrenamtlich mitzuarbeiten ist unvermindert groß. Jede Woche gehen Anfragen und Bewerbungen ein. Bedürftige Helfer stellen wir nicht mehr ein. Fuhrpark und Fahrdienst: Unser Fuhrpark blieb in diesem Jahr unverändert. Er besteht aus drei Transportern – zwei davon sind Kühlwagen - und einem VW Fox. Das schon recht unansehnliche älteste Auto, ein Mercedes Sprinter, erhielt noch einmal ein neues „Makeup“: er wurde im gleichen Grau lackiert wie diebeiden Ford Transit.  Feierabend für heute: unser Fuhrpark jetzt einheitlich in Tafel-Grau Rund 32 Fahrer/innen, darunter vier Langzeitarbeitslose, bilden den Fahrerpool. Sie steuern jeweils zu zweit die Lieferanten nach festen Tourenplänen an und werden auch zu Extratouren nach außerhalb eingesetzt. Seit dem Februar ist der kleine Fox auf „Bäckertour“ unterwegs: er holt ausschließlich Backwaren ab und entlastet dadurch die normalen Touren. Großes Lob übrigens für unsere Fahrer: alle Fahrzeuge kamen ohne Schaden durch den langen harten Winter. Kundenzahlen-Entwicklung: Zum Jahresende betrug der Kundenbestand rund 2.300 (Vorjahr rund 2.200) so genannte Bedarfsgemeinschaften. Sie stehen für rund 5.000 Menschen. Unsere Kunden kauften im Jahresverlauf 46.100- mal bei uns ein, etwas weniger häufig als im Vorjahr (48.700 Kundenauftritte). „Der durchschnittliche Kunde“ kommt etwa 20mal pro Jahr. Tatsächlich kommen viele Menschen Woche für Woche, andere nur dann, wenn es absolut nicht mehr anders geht. Warensituation und –beschaffung: Unsere Akquisiteure waren auch in diesem Jahr unermüdlich im Einsatz. Sie suchten unsere bewährten Lieferanten auf, um sich zu bedanken und nach Problemen zu fragen und warben um weitere Lebensmittel-Spender. Die seit langem schwierige Situation mit den Märkten von Sky und Plaza – seit Jahren bekommen wir dort keine Ware mehr - besteht zurzeit trotz intensiver Bemühungen des Ländervertreters leider noch fort.  Immer mehr Händler „outen“ sich sehr gerne mit unserem Aufkleber am Schaufenster Pro Tag sammeln unsere Fahrer ca. 1 to Lebensmittel ein. Bei den Mengen stehen die Backwaren ganz oben. Wir bekamen zum Beispiel im April mehr als 10.000 kg davon, dazu fast 9.000 kg Obst/Gemüse, 3.750 kg Milchprodukte, 1.350 kg Fleisch/Fisch und über 10.000 Eier. Ausgabestellen und Laden: Der TafelLaden ist Teil der Sozialkirche St. Matthäus und so etwas wie „das Flaggschiff“ der Kieler Tafel. Er ist an vier Wochentagen geöffnet und wird von durchschnittlich 120 – 170 Kunden pro Tag aufgesucht. Die Öffnungszeiten wurden im letzten Jahr nach den Bedürfnissen der Kunden etwas verändert. So startet die Ausgabe donnerstags erst um 12 Uhr, damit auch diejenigen Kunden eine Chance auf Ware haben, die Schule oder Schulungen besuchen. Vorübergehend kam zu den etablierten Adressen in Elmschenhagen, Friedrichsort, Kronshagen, Mettenhof, Wellingdorf und Flintbek noch eine zusätzliche Brotausgabe in der Innenstadt: der Sozialladen „Sparfuchs“ bot uns jeweils für zwei Stunden am Sonnabend Gastrecht. Fazit: ziemlich viel Aufwand für ziemlich wenig Kunden. Ende Mai sagten wir den Sparfuchsleuten herzlichen Dank und Ade. Hygieneschulung: Das Gesetz schreibt vor, dass jeder Mitarbeiter ein Mal pro Jahr an einer Schulung über den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln teilnimmt. Diese Schulung ist Pflicht. Brigitte Amini – studierte Ökotrophologin – machte die Pflicht so leicht wie möglich: sie kam sogar in jede Ausgabestelle, den TafelLaden und ins Depot. Da Brigitte aus der Tafelarbeit ausgeschieden ist, wird Luise Jakoby künftig diese Aufgabe übernehmen. Öffentlichkeitsarbeit: Unser guter Name, unsere Wirkung nach außen sind immens wichtig. TafelAktiv ist unser Sprachrohr. Es informiert alle paar Monate – mal den großen Kreis der Spender, Sponsoren, Förderer, Mitglieder und Helfer, mal nur den internen Kreis der Mitarbeiter - über wichtige Themen und Ereignisse und hilft mit, „draußen“ über uns und unsere Arbeit zu informieren. TafelAktiv wird als Druckversion und per Email angeboten und verbreitet. Daneben sind Veröffentlichungen in den Medien Gold wert. Rund 30mal waren wir im letzten Jahr in der Zeitung! Auch unser Internet-Auftritt wird stark beachtet. Willkommene Unterstützung bei der Redaktionsarbeit bekommen wir nicht nur immer wieder mal von ehrenamtlichen Helfern (Textbeiträge und Bilder), sondern seit einigen Monaten durch Vermittlung von Annika Ballies auch von einer Grafik-Designerin und einer Mediengestalterin, die uns zum Minihonorar bei Layout und Internet-Pflege helfen. |